Studium und Lehre
verstehen. vermitteln. gestalten.
Die Bergische Universität verbindet Vielfalt und Gemeinsamkeit, Fächerpluralität und Interdisziplinarität, Forschung und Praxisbezug in einem breiten und attraktiven Studienangebot. Wir verstehen Lehre und Forschung als eng verbundene Kernaufgaben unserer Universität. In der Lehre fühlen wir uns der humboldtschen Idee einer „Bildung durch Wissenschaft“ verpflichtet. Unser Ziel ist es, unsere Studierenden auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen und die Übernahme von Verantwortung in Gesellschaft, Wissenschaft und Berufswelt bestmöglich vorzubereiten.
In den Jahren 2026-2035 werden wir die Qualität des Studiums entsprechend unseres Leitbilds Lehre weiter steigern, Innovationen in der Lehre fördern und unserer gesellschaftlichen Verantwortung durch ein differenziertes Studiengangsportfolio sowie gezielte Weiterbildungsaktivitäten gerecht werden.
Unsere Ziele in Studium und Lehre
Qualität des Studiums steigern: Unterstützung, Flexibilisierung, Studiengangsentwicklung
Unsere Studierenden unterstützen wir auf ihrem Weg von der Studienorientierung bis zum erfolgreichen Abschluss und fördern so den Studienerfolg. Die Angebote zur Studienorientierung werden durch die stärkere Integration von Online-Self-Assessments mit dem Ziel weiterentwickelt, eine reflektierte und fundierte Studiengangsentscheidung zu ermöglichen und Studienabbrüche zu reduzieren. Wir unterstützen Studierende in allen Phasen des Studiums durch ein differenziertes Beratungs- und Unterstützungsangebot. Die Studieneingangsphase ist dabei für den Studienerfolg insbesondere angesichts heterogener Startvoraussetzungen von zentraler Bedeutung. Für die Schließung individueller Wissenslücken bzw. Auffrischung grundlegender, für ein erfolgreiches Studium zentraler schulischer Kompetenzen hat sich einerseits das Werkstattkonzept fakultäts- und studiengangsübergreifend als wirksam erwiesen, sodass wir es systematisch weiterentwickeln. Andererseits können fehlende Voraussetzungen in vielen Fällen schon durch die Absolvierung (digitaler) Ergänzungskurse aufgefrischt werden, die gezielt am individuellen Ergänzungsbedarf ansetzen. Gemeinsam mit der TU Dortmund und der RWTH Aachen haben wir ein Reformmodell entwickelt, in dem Studierende ihre individuelle Regelstudienzeit durch die erfolgreiche studienbegleitende Teilnahme an solchen Angeboten erhöhen können. Dieses Modell eines virtuellen nullten Semesters werden wir ab 2026 nach und nach in allen Studiengängen etablieren.
Der Bedarf nach einer angemessenen, flexibleren Organisation von Studium und Lehre ergibt sich aus der stärkeren Diversifizierung von Bildungsbiographien und Lebensumständen. Wir identifizieren gemeinsam mit den Fakultäten zielgruppengerecht Möglichkeiten der Flexibilisierung und schaffen Freiräume für eine Gestaltung individualisierter Studienverläufe. Dabei wollen wir „über den Tellerrand hinausschauen“ und Wahlangebote entwickeln, die den Blick in andere Disziplinen, in die Praxis und in andere Länder und Kulturen ermöglichen und fördern. Wir verbessern die Abstimmung, heben Synergien und nutzen Daten aus (formativen) Evaluationen konsequent, um Studierende auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss (noch) besser zu unterstützen und mehr Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen.
Ein attraktives Studiengangsportfolio ist Grundvoraussetzung, um Studierende zu gewinnen. Die Studiengangsentwicklung stärken wir als gemeinsame strategische Aufgabe. Fakultäten entwickeln in engem Austausch mit dem Rektorat ihre Studienangebote für unterschiedliche Zielgruppen weiter; hierzu werden Entscheidungskriterien abgestimmt und systematisch genutzt. So stellen wir den nachhaltigen Erfolg von Studiengängen sicher, die zielgruppenadäquat gestaltet und eng zwischen Forschung und Lehre verzahnt sind. Für den nachhaltigen Erfolg von Studiengängen ist entscheidend, dass wir Studieninteressierte mit unseren Angeboten erreichen. Wir werden daher das Studiengangsmarketing als gesamtuniversitäre Aufgabe professionalisieren und stärken. Dazu entwickeln wir ein handlungsleitendes, abgestimmtes Konzept, das zentral koordiniert und unterstützt wird und so die Anstrengungen der Fakultäten synergetisch verstärkt.
Innovationen in der Lehre stärken: Anerkennungskultur, Hochschuldidaktik, Qualitätsmanagement
Wir verstärken die Anerkennungskultur für Leistungen in der Lehre. Dazu gehört, dass wir Leistungen und Qualifikationen in der Lehre bei der Gewinnung wissenschaftlichen Personals und der Berufung von Professor*innen angemessen und systematisch berücksichtigen. Zusätzlich zum etablierten Lehrpreis „Lehrlöwe“ entwickeln wir Kommunikationsformate, die besondere Leistungen und Innovationen in der Lehre intern und extern sichtbar machen und würdigen. Wir unterstützen systematisch die Einwerbung von Drittmitteln für Lehrinnovationen und stoßen strategisch bedeutsame innovative Entwicklung unter anderem durch den universitätsinternen Innovationsfonds Lehre an. Erfolgreich erprobte Innovationen implementieren wir verstärkt nachhaltig und erschließen sie für die Nutzung in anderen Studienkontexten.
Hochschuldidaktische Angebote entwickeln wir weiter. Die Bergische Universität stellt über die Servicestelle akademische Personalentwicklung ein qualifiziertes und an die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen angepasstes Angebot bereit. Qualifikationsmaßnahmen werden derzeit vor allem vom akademischen Mittelbau und Juniorprofessor*innen wahrgenommen. Wir entwickeln das Angebot gezielt und bedarfsorientiert weiter, um auch die Zielgruppe der anderen Professor*innen (insbesondere die Neuberufenen) besser zu erreichen.
Wir haben einen hohen Anspruch an die Qualität in Lehre und Studium. Die Bergische Universität verfügt über ein geschlossenes Qualitätsmanagementsystem, das wir stetig weiterentwickeln und auf das Ziel der Systemakkreditierung ausrichten; mit der Verabschiedung des Leitbilds Lehre im Jahr 2025 wurde eine zentrale Vorbedingung erfüllt. Auf dieser Grundlage überprüfen wir die etablierten Qualitätsprozesse und -strukturen und entwickeln sie weiter. Die Evaluationsverfahren richten wir stärker auf eine Nutzung formativer Evaluationen aus. Mit dem QSL-Netzwerk verfügt die Bergische Universität über eine effektive personelle Unterstützungsstruktur des Qualitätsmanagements auf Fakultätsebene; dieses setzen wir fort.
Bildung für die Gesellschaft fördern: Verantwortung, Lehrkräftebildung, Weiterbildung
Unsere Studierenden bilden wir zu demokratiefähigen, verantwortungsbewussten Personen, die unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten und Lösungen für Herausforderungen entwickeln – dabei haben wir den gesellschaftlichen Bedarf an hochqualifizierten Absolvent*innen insbesondere im MINT-Bereich und im Lehramt stets im Blick.
Lehramtsstudiengänge bilden traditionell einen Schwerpunkt der Bergischen Universität. Wir haben den Anspruch, Lehramtsstudierende forschungs- und professionsorientiert exzellent auszubilden. Wir engagieren uns zudem in hohem Maße, die Lehrkräftebildung in Nordrhein-Westfalen kooperativ mit anderen Hochschulen und in enger Abstimmung mit allen Phasen qualitätssteigernd weiterzuentwickeln.
Wir verstärken unsere Aktivitäten in Fort- und Weiterbildung. Dafür nutzen wir die Möglichkeiten des neuen Hochschulgesetzes, freie Kapazitäten für Fort- und Weiterbildungsangebote zu verwenden. Wir entwickeln Microcredentials als neues Angebotsformat unterhalb der Studiengangsebene. Wir beteiligen uns gemeinsam mit den anderen lehrkräftebildenden Universitäten des Landes Nordrhein-Westfalen an der Entwicklung von Qualifizierungsangeboten für Lehrkräfte auch jenseits der grundständigen Bachelor- und Master of Education-Studiengänge.