Forschung
verstehen. vermitteln. gestalten.
Als junge aufstrebende Universität in einer dynamischen und traditionsreichen Region verfügt die Bergische Universität über eine breite Basis an Kompetenzen und eine exzellente Forschungscommunity. Menschen gewinnen und kommunizieren hier Erkenntnisse für Menschen. Wir sind nah an den Bedürfnissen der Gesellschaft und verstehen uns als Ort von Entwicklungen und Innovationen. Durch die Verzahnung exzellenter disziplinärer und interdisziplinärer Grundlagenforschung mit Offenheit für praktische Anwendungen werden wir die Zukunft nachdrücklich beeinflussen. Darin liegt die Chance, Lösungen für regionale und globale Herausforderungen zu entwickeln.
In den Jahren 2026-2035 werden wir durch eine weiterentwickelte Profilierung in der Forschung unsere Kompetenzen schärfen und sichtbarer machen. Dies gelingt durch die Gewinnung und Förderung besonders vielversprechender und innovativer Wissenschaftler*innen sowie durch eine noch stärkere Vernetzung innerhalb der Bergischen Universität und mit externen Partner*innen.
Unsere Ziele in der Forschung
Profilierung schärfen: Profillinien, Aktivitätsfelder, Interdisziplinäre Zentren
Die neun Fakultäten der Bergischen Universität und die ihnen zugeordneten Professuren zeichnen sich durch ihre große Fächerpluralität und umfassende fachliche Expertise aus. Durch fortlaufende disziplinäre Forschung generieren sie so die essenzielle Grundlage für Inter- und Transdisziplinarität. Diese Breite der Wissenschaft spiegelt sich insbesondere in unseren Profillinien wider, die die gesamte Forschungslandschaft der Bergischen Universität durchziehen, von Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften über naturwissenschaftliche Forschung bis zu Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften.
Angesichts globaler Herausforderungen definieren wir Aktivitätsfelder, die Fragen der Zukunftsgestaltung adressieren und dabei eine disziplinübergreifende Betrachtung erfordern. Die Aktivitätsfelder schaffen Räume für Kommunikation und Vernetzung. Sie führen in einzigartiger Weise die disziplinären Stärken der Fakultäten und ihrer Wissenschaftler*innen zusammen und bilden so den Nährboden für die Entwicklung neuer Ideen für Interdisziplinäre Zentren, drittmittelfinanzierte Projekte und weiterer Initiativen.
Technologies Towards Zero Waste and Zero Carbon
Next Generation Learning, Teaching, Knowledge Transfer
Shaping Sustainable Societal
Transformation
Wir stärken unsere interdisziplinären Zentren als Forschungsverbünde mit hohem Potenzial. Sie werden auf Initiative unserer Wissenschaftler*innen in einem selbstorganisierten Bottom-up-Verfahren gegründet und erfüllen die Ansprüche international sichtbarer Spitzenforschung. Durch den Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen werden so klar umrissene Forschungsthemen von strategischer und profilbildender Bedeutung vorangetrieben, die sich durch ein ambitioniertes Forschungsprogramm auszeichnen.
Zu den Interdisziplinären Zentren
Über diese Profilierung hinaus ist sich die Bergische Universität der allgemeinen Bedeutung der Grundlagenforschung als fundamentaler Eckpfeiler aller ihrer Tätigkeiten bewusst: Ohne Grundlagenforschung, die alle Bereiche der Forschung umfasst, können keine wissenschaftlichen Fortschritte erzielt, Anwendungen entwickelt und Antworten auf globale Herausforderungen gefunden werden. Wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen, Projekte einzuwerben und zu bearbeiten, Kooperationen aufzubauen und die entstandenen Ergebnisse in die Öffentlichkeit zu kommunizieren macht diese Arbeit sichtbar. Diese Sichtbarkeit soll durch das neue Forschungsinformationssystem und die Publikationspreise weiter erhöht werden.
Zur Stärkung von Forschungsschwerpunkten wird die Bergische Universität die Vernetzung mit außeruniversitären Partnern intensivieren. Dies gelingt insbesondere durch die Ermöglichung gemeinsamer Berufungen sowie die gemeinschaftliche Nutzung von Forschungsinfrastruktur.
Innovative Köpfe gewinnen und fördern: Innovative Wissenschaft braucht innovative Personen
Fakultäten und Rektorat sind sich der hervorgehobenen Bedeutung von Professuren und ihrer Besetzung für die Forschungsstärke und die strategische Profilierung der Bergischen Universität bewusst. Auf der Basis unseres Forschungsprofils richten wir Professuren an aktuellen und zukünftigen Forschungsfragen aus.
Um begabte Wissenschaftler*innen für uns zu begeistern, setzen wir verstärkt auf das Tenure-Track-Modell für frühe Erstberufungen und angemessene Ausstattungen der Professuren. Berufungsverfahren werden zügig und transparent durchgeführt. Die Erfüllung ambitionierter Gleichstellungsziele ist für uns selbstverständlich.
Die grundsätzliche Arbeits- und Forschungsfähigkeit aller Professuren erreichen die Fakultäten durch angemessene Investitionen und Ausstattungen. Ausschreibungen und Besetzungen von Professuren erfolgen proaktiv. Professuren von fakultätsübergreifendem strategischen Interesse werden auch mit außerordentlicher Unterstützung des Rektorats zu Leuchttürmen entwickelt. Bei übergeordnetem Interesse, um beispielsweise die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Bergischen Universität als Ganzes zu erhöhen oder eine gezielte Stärkung in bestimmten Forschungsfeldern zu erreichen, können Professuren in Ausnahmefällen auch unter Ausschreibungsverzicht besetzt werden. Auch dabei gelten selbstverständlich unsere Gleichstellungs- und Inklusionsziele.
Neben dem Ausbau neuer Strukturen und Themenschwerpunkte legt die Bergische Universität Wert auf den erfolgreichen Einsatz etablierter Expertise: Die BUW Senior Fellow Förderung bietet herausragenden Forscher*innen die Möglichkeit, innovative Ideen zunächst auch unabhängig von externen Förderinstrumenten zu verfolgen. Durch die Einrichtung der neuen BUW Distinguished Professorships können wir zudem Professor*innen, die maßgeblich an der Entwicklung ihres Wissensgebiets beteiligt waren, aber für reguläre Professuren nicht gewinnbar sind (z. B. weil sie aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind), auszeichnen und in unsere Forschung einbinden. Altersdiskriminierung wirken wir im Einklang mit unserem Anspruch wissenschaftlicher Leistungsorientierung auch so entgegen.
Auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs bieten wir ein inspirierendes, unterstützendes und mitnehmendes Forschungsumfeld. Wir entwickeln passgenaue Maßnahmen für Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen und fördern aktiv verschiedene Wege zur Professur.
Das universitätsinterne Forschungsförderprogramm FORIS bietet insbesondere für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, aber auch für zu entwickelnde Verbünde niedrigschwellige Möglichkeiten für eine Sichtbarkeit und Anfinanzierung. Mithilfe verschiedener, jeweils zielgruppenadäquater Förderlinien begleitet die Bergische Universität mit FORIS Forschende zur Antragsfähigkeit bei renommierten externen Drittmittelquellen.
Die Bergische Universität verfügt über ein Portfolio an Instrumenten für die Sensibilisierung ihrer Wissenschaftler*innen hinsichtlich jeglicher Art von Diskriminierung, wissenschaftlichem Fehlverhalten und zur Informationssicherheit. Das Rektorat wird die Wirksamkeit dieser Instrumente kontinuierlich evaluieren und die Weiterentwicklung eng begleiten.
Vernetzung stärken: Verbundforschung und Drittmittel
Die Kommunikation zwischen den Forschenden der Bergischen Universität wird durch verschiedene, vom Rektorat gemeinsam mit Forschenden initiierte und unterstützte Plattformen erleichtert (Neuberufenenempfang, Forschungstreffen, Aktivitätsfelder-Workshops etc.). Transparente, durch wissenschaftliche Begutachtungen gesteuerte Förderinstrumente sowie Kommunikationsformate werden weiter gepflegt und zielorientiert ausgebaut.
Eine intensive wissenschaftliche Vernetzung an der Bergischen Universität erfolgt in gemeinsamen Forschungsprojekten innerhalb der Profillinien, Aktivitätsfelder und interdisziplinären Zentren. Ziel ist hier die Vorbereitung und Einwerbung großer nationaler und internationaler Förderformate, die finanziell unterlegter Ausdruck erfolgsorientierter Vernetzung sind. Aufgrund des noch nicht ausgeschöpften möglichen Verhältnisses von Grundfinanzierung zu Drittmittelfinanzierung können und müssen wir an der Bergischen Universität einen starken Fokus auf Drittmitteleinwerbung und insbesondere auf die Einwerbung von Verbundforschungsprojekten legen (Stand: 01.01.2026). Bei den Wissenschaftler*innen soll hierfür durch gezielte Beratung ein erhöhtes Bewusstsein geschaffen werden. Auch die Möglichkeiten zur Spitzenforschung durch Grants des European Research Council werden verstärkt adressiert, beispielsweise bei Berufungen oder durch Beratungsmaßnahmen. Das Rektorat unterstützt diesen Kulturwandel durch geeignete Anreize. Koordinierte Programme wie Sonderforschungsbereiche, Forschungsgruppen und Graduiertenkollegs der DFG sowie BMFTR-, EU- und andere drittmittelgeförderte Forschungsverbünde (wie z. B. Akademieprojekte) ermöglichen langfristige und anspruchsvolle Forschung sowie die strukturierte Doktorand*innenausbildung. Sie sind ein Ausdruck unserer kollaborativen, innovativen und vernetzten Forschungskultur; ihre Anbahnung, Beantragung und Ansiedlung an der Bergischen Universität wird durch umfangreiche und individuell zugeschnittene Maßnahmen unterstützt.
Daneben setzen wir auch in unseren Forschungsaktivitäten auf die Vernetzung mit gesellschaftlichen Akteur*innen und Förderer*innen.