Gleichstellung, Diversität, Inklusion
Die Bergische Universität versteht Gleichstellung, Diversität und Inklusion als bedeutsame Grundlage für ein gewinnbringendes Studien-, Arbeits- und Aufenthaltsklima und eine leistungsfähige und attraktive Universität. Alle Universitätsmitglieder sollen ihre Fähigkeiten und Potenziale produktiv einbringen können. Die gezielte Förderung und Umsetzung von Chancengerechtigkeit, die Wertschätzung der vielfältigen Perspektiven aller Universitätsmitglieder sowie der systematische Abbau von Diskriminierungen schaffen wesentliche Voraussetzungen, damit sich Forschende, Lehrende, Studierende und Mitarbeitende nach ihren Potenzialen entfalten und so die Missionen der Bergischen Universität leistungsorientiert voranbringen können.
Für die Jahre 2026-2035 wollen wir in allen Bereichen und Ebenen der Bergischen Universität Strukturen und Prozesse so gestalten, dass Gleichstellung und Chancengerechtigkeit besser verwirklicht, Vielfalt genutzt sowie Diskriminierung vermieden werden.
Gleichstellung, Chancengerechtigkeit und Inklusion verwirklichen
Die kontinuierliche Weiterarbeit am Ziel der Gleichstellung und Chancengerechtigkeit bleibt essenziell. Bestehende Maßnahmen werden evaluiert, vertieft und an aktuelle Herausforderungen angepasst, neue Maßnahmen entwickelt und im Gleichstellungskonzept 2030 sowie in den Gleichstellungsplänen fortgeschrieben. Mit unserem Gleichstellungspreis machen wir immer wieder auf wegweisende Projekte von Mitgliedern der Bergischen Universität aufmerksam. Um die Gleichstellung als grundlegende Querschnittsaufgabe in allen Bereichen der Universität zu verankern, finden Gleichstellungsaspekte bei allen relevanten Entscheidungen Berücksichtigung. Dies werden wir auch formalisieren. Hierzu werden wir in diesem Bereich Weiterbildungsformate verstärkt und nachhaltig implementieren und für alle Statusgruppen nutzbar machen. Die Bergische Universität setzt sich gezielt dafür ein, Frauen in allen Phasen ihrer wissenschaftlichen Laufbahn aktiv zu fördern. Strategische Schwerpunkte werden in der Gewinnung von Frauen in unterrepräsentierten Bereichen und in der Förderung auf dem Weg in Führungspositionen liegen.
Ohne die Gleichstellung von Frauen aus dem Blick zu verlieren oder den Einsatz dafür zu verringern, erweitert sich die Perspektive in Richtung einer intersektionalen Gleichstellung und Sicherung von Chancengerechtigkeit aller Universitätsmitglieder. Die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf bleibt im Fokus. Wir sehen dies als einen wichtigen Faktor an, um die Bergische Universität als einen attraktiven Standort für Forschung, Lehre und Studium zu gestalten. Wir bauen unsere Angebote weiter aus, damit ein lebensphasengerechtes Studieren und Arbeiten insbesondere mit Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen möglich ist. Ebenso finden Personen unterrepräsentierter Gruppen Unterstützung an unserer Universität.
Gleichstellung und Chancen- bzw. Bildungsgerechtigkeit muss immer auch Universitätsangehörige aller Statusgruppen mit Beeinträchtigungen im Blick behalten. Studieren und Arbeiten mit Beeinträchtigung muss selbstverständlich möglich sein. Dafür wird das bestehende Angebot vertieft und strukturell gestärkt. Bis 2027 wollen wir den Aktionsplan Inklusion ausarbeiten. Zugleich muss in der baulichen Entwicklung der Universität Barrierefreiheit umgesetzt werden.
Vielfalt sichtbar machen und nutzen
Als Bergische Universität schätzen wir die Vielfalt unserer Mitglieder als Bereicherung und Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer Ziele. Neben Geschlecht und physischen bzw. psychischen Beeinträchtigungen sind in unserem breiten Diversitätsverständnis auch Dimensionen wie Alter, Migrations- bzw. soziale Herkunft oder sexuelle Orientierung eingeschlossen. Ein offener Dialog unterstützt intersektionale Perspektiven und bindet Studierende, Mitarbeitende sowie ggf. externe Expert*innen mit ein. Wir erarbeiten ein Diversitätskonzept, welches den Abbau von Barrieren und Diskriminierungen miteinbezieht, und erproben Ansätze eines Diversity Monitorings.
Diskriminierung vermeiden
Um den vielfältigen Potenzialen der Universitätsmitglieder Geltung zu verschaffen, Diskriminierungen weiter abzubauen und einen wertschätzenden und diversitätskompetenten Umgang untereinander nachhaltig zu fördern, werden die Aktivitäten zur Antidiskriminierungsarbeit vertieft. Die Bergische Universität schätzt und pflegt eine konstruktive Konfliktkultur. Um diese weiter zu festigen, wird die Antidiskriminierungsrichtlinie konsequent angewandt, regelmäßig evaluiert, wenn notwendig angepasst, und um ein Schutzkonzept erweitert. Prozesse im Umgang mit Diskriminierung werden sichtbar und transparent kommuniziert, um sie für alle Universitätsangehörigen niederschwellig zugänglich zu gestalten. Ein Commitment to Integrity für Studierende soll diese Grundhaltung auch für die größte Gruppe der jedes Jahr Hinzukommenden der Universität noch besser sichtbar machen und mit Leben füllen.